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Film: "Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza Senyurt"
Komödie, 2009, TR, 94 Min..
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| Darsteller: |
Yilmaz Erdogan; Ersin Korkut; Büsra Pekin; |
| Regie: |
Yilmaz Erdogan |
| Drehbuch: |
Yilmaz Erdogan |
| Länge: |
94 Min. (1 Std. 34 Min.) |
| Weitere Infos: |
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Für Riza Senyurt läuft nichts so richtig gut im Leben, bis er für einen Monat einen Job findet. Er soll bis Neujahr Weihnachtsmann sein. Riza Senyurt ist allerdings ein Weihnachtsmann mit Problemen. Er weiß nicht einmal, was der Weihnachtsmann macht. Aber jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück. Mit der Last der ganzen Welt auf seinen Schultern, entdeckt Weihnachtsmann Riza Senyurt schließlich den Trick von "Santahood". Die Sache, die wir 'Leben' nennen, ist nicht realer, als diese kleinen Notlügen, für die sich Kinder so begeistern können. (Lesermeinungen)
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Mehr zu "Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza Senyurt": Die Filmtheater der nördlichsten Stadt Italiens präsentieren ab 26.11.2009 "Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza Senyurt". Als unterhaltsam, amüsant und komödiantisch wurde dieser Kino-Film bezeichnet. In dem Film sind Yilmaz Erdogan, Ersin Korkut und Büsra Pekin die Hauptakteure. Regie bei diesem Film hatte Yilmaz Erdogan, und das Skript wurde von Yilmaz Erdogan verfasst. Es warten in der Isarmetropole 94 werbefreie Kinomin. auf alle Freunde von Komödie. Bei "Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza Senyurt" handelt es sich um einen im Jahre 2009 gedrehten Film aus Türkei. "Native-Speaker" und solche, die es werden wollen, finden den Kinofilm unter "Neseli Hayat" in unserem Kinoprogramm. Unterhaltsame Stunden in der Isarmetropole wünschen wir Ihnen!
Unter imdb.com oder www.kinostar.com/Verleih/filme/920_NeseliHayat/index.htm erhalten Sie noch weitere Informationen zum Film.
Gezeigt wird "Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza Senyurt" in den oben aufgeführten Lichtspielhäusern der nördlichsten Stadt Italiens. Ähnlich einzuordnen wie "Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza Senyurt" sind diese Kinofilme: Männer, die auf Ziegen starren, Up in the Air, Die Friseuse, Valentinstag, Wenn Liebe so einfach wäre.
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Kommentar von: Sudau am 07.12.2009
     
Film Neseli Hayat - Das fröhliche Leben des Riza S - Es ist ein großes Privileg, daß die Berliner fast wöchentlich in zwei bis drei Kinos der Stadt neue türkische Spielfilme im Original mit deutschen Untertiteln sehen können. Die Filme laufen immer in den gleichen großen Lichtspieltheatern, die Untertitel sind gut, aber wohl aufgrund von Hetze immer mit sehr vielen orthographischen Fehlern im Deutschen; unbekannt ist, ob diese Filme überhaupt in Deutschland auf DVD erscheinen, und, wenn dies der Fall ist, ob sie dann auch (diese) deutschen Untertitel haben. Dennoch ist es lobenswert, diese Untertitel auf Deutsch zu haben.
Die Ankündigung für "Nesli Hayat – Das fröhliche Leben des Riza Senyurt" macht Appetit auf einen vergnüglichen Weihnachtsfilm. Im Endeffekt ist er viel mehr als das, vorallem für den ausländischen Betrachter. Handeln tut es sich um keine reine Komödie ohne Tiefgang, sondern um ein teilweise fast sensibeles Porträt der wirtschaftlichen schwachen Zuzügler in der Millionenstadt Istanbul. Diese müssen ihre Selbstständigkeit aufgeben, nachdem die weltweite Wirtschaftskrise eingesetzt hat, und das Familiensilber ihrer Frau bei einer Geschäftsidee verlieren, die schnellen Reichtum verspricht und sie auch noch der eigenen Freunde verlustigt gehen läßt.
Deutsche Komikercharaktere (und ihre Darsteller) besitzen keinen wirtschaftlich schwachen Hintergrund (mehr), sie mögen mit fehlender Bildung zum Zweck der Komik kocketieren, aber niemand stellt einen Charakter da, der arm oder bedürftig ist, alle sind gut versorgt und bauen darauf ihre Witze auf. Der Darsteller des Riza Senyurt ist da anders, seine Komik, aber eben auch seine Sensibilität entsteht aufgrund seiner Herkunft, zumal sich dazu noch ein weiterer sozialer Abstieg gesellt, als er erst seinen Arbeitsplatz und dann seine Ersparnisse verliert.
Es gibt ein paar wunderbare, melancholische Momente in dem Film, ein paar sehr warmherzige, intime Darstellungen, so zum Beispiel wenn er mit seiner Frau auf dem Bett sitzt, und einfach nur über das Leben redet. Der Film ist ebenso eine Einführung in einem Bereich der Gesellschaftskultur in der Türkei, über den man vielleicht mehr durch diesen Film lernt, als durch viele andere Angebote. Es sind Details, wie z.B. die Art einer Verabschiedung: "Sollte ich etwas falsch gemacht haben, so möchte ich Euch bitten, daß Ihr es verzeiht." Es gibt einen fast philosophische Kommentar nah dem Filmende, wo es darum geht, daß der Mensch nur ein Gast auf Erden ist; da steckt einiges an Weißheit drin.
Der Film ist speziell eine Einführung in türkisches Familienleben, der Zuschauer wird Zeuge der Organisation einer Hochzeit, aber auch dem ganzen Komplex der Familienehre. Auch gerade damit in Verbindung sind ein paar herrlich witzige Szenen entstanden, so zum Beispiel mit dem kernekauenden, zukünfigen Schwiegervater mit ulkiger Brille und seinen beiden Söhnen.
Man fühlt sich in dem Film gut aufgehoben, fast zuhause, oder anders gesagt man möchte ihn quasi mit nach Hause mitnehmen, es ist beinahe schade, die Familie am Schluß wieder verlassen zu müssen. Man fühlt sich gut umsorgt: Die Frau von Riza Senyurt hat immer was Warmes und Frisches zu essen da, und dieses Gefühl häuslichen Behagens umgibt einen sehr angenehm. Das Dorf, sprich Leben auf dem Land, wird zwar nicht gezeigt, ist aber trotz allem ein ständiger Bezugspunkt für die Charaktere. Riza Senyurt fragt sich, warum er den Bruder seiner Frau nach Istanbul geholt habe, wenn dieser dort nur Ärger mache, "warum habe ich Dich nicht bei den Schafen gelassen ?". Wenn er in seiner Kneipe um die Ecke sitzt und versucht, seinen Kummer im Alkohol zu versenken, singt er ein Lied von den Hirten auf den Bergen in seinem Heimatdorf. Das Dorf ist auch dadurch präsent, daß das Leben in der Großstadt als so völlig gelackt (gerade eben durch das äußere Erscheinungsbild der Menschen im Berufsleben), hochprofessionell (wo genau eben auch die Quelle des wirtschaftlichen Debakels von Riza Henyurt liegt) und teilweise auch brutal-inhuman dargestellt wird, wie es zum Beispiel die deutsche Gesellschaft nicht kennt. Riza Henyurt, der Habenichts, der aus seiner Hütte in der bergigen, etwas schmutzigen Istanbuler Vorstadt mit dem Bus in das wunderschöne Einkaufszentrum fährt und am Silvesterabend den Kindern der Reichen Geschenke an den Swimming-pool bringt.
Alles in allem ein gelungener Film, der nicht nur dem speziell Türkei-Interessierten einen unterhaltsamen Abend bereiten dürfte. (Antwort schreiben)
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