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Horst Evers: Schwitzen Ist, Wenn Muskeln Weinen
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Klassik & Kultur In der heutigen Zeit muss man flexibel sein. Sagen die Experten.
Das denkt Horst Evers auch immer, wenn er beim Brötchenholen in den Regen kommt, die Shampooflasche rausholt und
sich erstmal die Haare wäscht.
Unsere Gesellschaft verändert sich rasend schnell. Wo heute
noch Industriefeinmetallfräser gesucht werden, können es morgen schon wieder Ärzte sein. Und wer dann nicht vorbereitet ist,
wer also in seinen Metallfräsepausen Kaffee getrunken hat,
statt sich mit einem Medizinstudium weiterzubilden, der ist dann selber schuld. Sagen die Experten. Wer den Anschluss nicht verlieren will,
muss nahe dran sein an den Veränderungen. Andererseits: Die Ersten, die gemerkt haben, dass es dieses Jahr womöglich zu viele Störche gibt, waren ja die Frösche.
Seien wir ehrlich, richtig tolle Ratschläge, wie von den vielen, vielen wunderbaren Experten in unserem Lande werden Sie in diesem
Programm nicht erhalten. Auch sollten Sie keine ausgebufften Weisheiten über die Dummheit der Menschheit an sich, sowie des Fernsehens und der Politik im Speziellen erwarten.
Stattdessen werden Geschichten erzählt. Geschichten,
die überdies noch ohne Kalauer oder Zoten auskommen müssen. Denn daran hätte der Autor keinen Spaß.
Und tatsächlich ist dies, offen gestanden, die wichtigste Motivation von Horst Evers: selbst an jedem einzelnen Abend eine unbändige Freude an seinem Programm zu haben.
Deshalb liest, singt und erzählt er auch im ganz neuen Programm "Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen" viele kleine Geschichten
aus dem Hier und Jetzt.
Geschichten, die allerdings sehr komisch sind. Denn ohne Lachen wäre auch ihm die ganze Gegenwart nix.
"Meine eigentliche Arbeit besteht dann darin, das Erlebte zu pointieren und eine Dramaturgie hinein zu bringen." Horst Evers bezeichnet sich selbst als Geschichtenerzähler.
Trotz langjähriger Erfahrung begleitet ihn immer noch Lampenfieber: "Ich bezeichne mich selbst als Auftrittspaniker. Bei jedem Auftritt gehe ich davon aus, dass wir alle sterben müssten. Und wenn dem so wäre - ich wäre darauf vorbereitet." Bislang hat er jedoch noch jeden Auftritt schadlos überstanden.
Mit seinen Geschichten gewann Evers in der Münchener Reithalle den begehrten Paulaner Kabarett Preis, den Salzburger Stier 2001 und den Prix Pantheon 2001, den "Deutschen Kabarettpreises 2002" und den 2. südwestdeutschen Kleinkunstpreis, die Tuttlinger Krähe.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Evers Geschichten sind federleicht, voll fatalistischen Humors. Einfach klasse. Eins mit Stern! Ein Glücksfall für das Kabarett."
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